Einbauanleitung: Floppy-Antriebsriemen

 

Bei allen Amstrad- und Schneider-Rechnern mit eingebautem 3"-Diskettenlaufwerk kann immer wieder das Problem auftreten, dass die Diskette nicht mehr angesprochen werden kann, weil der Antriebsriemen - offenbar von schlechter Qualität - seine Elastizität verloren hat und daher die Disk im Laufwerk nicht mehr dreht.

Symptom: Ruft man beispielsweise das Verzeichnis der Diskette auf (mit "| DIR" im CPC-Modus oder mit "DIR" im CP/M-Modus), ist zwar ein Laufwerk-Geräusch hörbar, aber man erhält trotzdem die Fehlermeldung "A: disc missing" oder ähnlich. Auch alle anderen Kommandos wie LOAD, SAVE oder aber das Booten von CP/M schlagen fehl.

Durch einen einfachen Austausch des Riemens kann dieser Defekt behoben werden. Der Ersatzriemen sollte die Abmessungen 71 x 0.6 x 2.8 mm besitzen, wobei die erste Zahl den Durchmesser bei kreisrunder Auslegung des Riemens bezeichnet, die zweite entspricht der Dicke und die Dritte der Breite. Ob exakt dieser Riemen noch irgendwo erhältlich ist, ist mir nicht bekannt. Bei mir funktioniert ein noch erhältlicher Riemen mit 72 x 0.6 x 2.8 mm einwandfrei. Er kann bei Bedarf auch von mir bezogen werden (siehe hier).


Die folgende Anleitung ist anwendbar für:

  • Amstrad PCW 8256 / 8512 bzw. Schneider Joyce
  • Amstrad / Schneider CPC 664 und 6128
  • Amstrad / Schneider externes Diskettenlaufwerk DDI-1 bzw. FD-1
  • Sinclair Spectrum +3

Der Vorgang wird im folgenden ausführlich am Beispiel eines CPC 6128 und des externen Laufwerks DDI-1 gezeigt. Sinngemäss ist dies für die anderen Modelle auch anwendbar.

Soweit mir bekannt ist, existieren vom eigentlichen Diskettenlaufwerk zwei Versionen, die aber glücklicherweise denselben Riemen verwenden. Da das empfohlene Vorgehen bei der Reparatur unterschiedlich ist, werden sie auch gesondert behandelt. Die beiden Versionen bezeichen ich wie folgt:
Typ A: wahrscheinlich der ältere Typ, da ich diesen in den Modellen CPC 664 und CPC 6128 (die ab 1985 gebaut wurden) sowie DDI-1 gefunden habe. Merkmal: Die Detektion des Disketten-Schreibschutzes ist optisch mittels LED und Phototransistor realisiert.
Typ B: Dieses ist nach meiner Erfahrung im Sinclair Spectrum +3 (von 1987), sowie gemäss Angaben anderer auch im DDI-1 bzw. FD-1 eingebaut. Der Schreibschutz ist hier mechanisch realisiert.

Zur Reparatur wird folgendes benötigt:

  • Ersatzriemen
  • Kreuzschlitzschraubenzieher Nr. 1 und 2
  • ein möglichst feiner normaler Schraubenzieher
  • ev. eine feine Zange oder Pinzette